Fest zu Ehren der Heiligen Cosima und des Heiligen Damiano


In der Ortschaft Sferracavallo am Meer feiert man in der letzten Septemberwoche das traditionelle Fest der Schutzpatronen, der Hl.Cosma und des Hl. Damiano, beide bekannte Aerzte und Maertyrer.  
Sie wurden im 3. Jahrhundert n.C.zum Tode verurteilt, weil sie in einer Zeit des Heidentums, tief  christlich religioes waren.
Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Fest von dem Fischerdorf immer mehr gefeiert.
Aufgrund der vielen Folterungen, welche die Heiligen durchstehen mussten (sie wurden gepeitscht, gefesselt und ins Meer geworfen, dann aber tauchten sie wieder auf und tanzten auf dem Meer zur Verwunderung der Menschen) besteht eine tiefe Verbindung zwischen den beiden Aerzte mit dem Seevolk und erklaert z.T. auch somit die froehliche und zuegige Art der jaehrlichen Prozession.
Die Verehrung der Heiligen Cosma und Damiano ist tiefgruendig und wird von den Vaetern auf ihre Soehne uebertragen.
Jaehrlich am 26. September zeigen hunderte von Pilgern ihre Verehrung fuer die beiden Heiligen, indem sie barfuss bis zum Sanctuarium in Sferacavallo laufen; in dem die Reliquien der Heiligen aufbewahrt werden.
Die Atmosphaere im Dorf ist besonders waehrend dieser Zeit: Die Strassen werden mit Lichtern geschmueckt.
Das Dorf bekommt vor allem am Abend einen einmaligen Flair mit den kleinen Staenden, die Souvenirs jeder Art und bunte  
Suessigkeiten verkaufen.
Das Dorf spiegelt sich dazu im Meer, das abends wie ein Bilderrahmen wirkt.
Mit Begeisterung  werden verschiede Wettkaempfe in den Tagen vor der Prozession ausgetragen, wie z.B Boot- oder Radfahren und Fussball.
Der wichtigste Wettkampf ist die Bootsfahrt, die sich vor der Küste des Dorfes abspielt.
4 Ruderer und ein Steuermann sind die Besatzung, sie rudern um die Wette auf buntgeschmueckten Booten.
Das Publikum versammelt sich einige Stunden vor Beginn des Wettruderns laengs der Kueste, wo sich auch das Monument zu Ehren der Heiligen Cosma und des Heiligen Damiano befinden, um an diesem spannenden Wettkampf, genannt “antinna a mari”, teilzunehmen.
Es wird ein sehr langer Baum an der aeussersten Grenze des Felsvorsprunges befestigt und mit sehr viel Seifenwasser eingerieben.
Am Ende des Baumstammes haengt eine italienische Fahne.
Die Mitstreiter, im Badeanzug und begleitet von Trommelwirbel, muessen sich ueber den schluepfrigen Baumstamm wagen, um die Fahne zu  
erwischen. Meistens fallen die Konkurrenten ins Wasser unter lautem Gelaechter des Publikums.
Die darauffolgende Wettfahrt der Boote ist ein sehenswertes Schauspiel.
Am letzten Sonntag im September gegen 14 Uhr wird die Prozession der Heiligen Cosima und des Heiligen Damiano unter andauerndem Glockengelaeute angekuendigt.
Die Glaeubigen werden aufgefordert die Reliquien der Heiligen, welche aus dem Heiligtum gebracht werden, zu begleiten.
Die Statuen der Heiligen werden von mehreren Traegern auf den Schultern transportiert.
Sie sind weiss gekleidet mit einem roten Tuch an Hueften und Hals.
Der traditionelle Tanz wird durchgefuehrt unter dem Geleit der Musikkapelle und dem Klatschen der Menschen, das viel Stimmung am Platz und an den Balkonen aufkommen laesst.
Viele folgen barfuss der Prozession, welche spaet in der Nacht mit dem Tanz der  Traeger der Statuen, steil aufwaerts bis zum Platz, benannt nach den Heiligen, endet.
Dieser letzte Tanz, wird vom Publikum sehr angespornt, leidtragend ist die Musikkapelle, welche mit allerletzter Kraft unter grossem Beifall bis zum Ende weiterspielt.
Das Feuerwerk zu Ehren der beiden Heiligen gehoert zu den Spektakulaersten ueberhaupt und lockt jedes Jahr unglaublich viele Zuschauer, aus  
der ganze Umgebung von Palermo, an dieses Kuestendorf.

Der Ort

Das Reservat Capo Gallo

Wanderwege

VITA D’A-MARE